Lisa Kölbl-Thiele - Frauenfülle
Aquarell | Tusche | Linoldruck | Keramik

Studium der Kunstgeschichte und Kunstpädagogik in Würzburg, Augsburg und Weingarten. 11jährige Tätigkeit als Fachlehrerin für Werk- und Kunsterziehung. Künstlerische Weiterbildung bei

Erich Smodics | Bregenz (Akt)

Kurt Welther | Niederösterreich (Acryl)

Ortrud Kabus | Bochum (Radierung)

1989 -1995 Reisen in den Süden Mexikos, nach Polen und Rumänien

Seit 1997 Mitglied der Lindauer Künstlervereinigung und freischaffende Tätigkeit

Seit 2003 Kurstätigkeit in der Erwachsenenbildung unter anderem am Hermann-Hesse-Museum in Montagnola (CH),
an der Kartause Ittingen (CH) und der VHS Lindau.

2005 Gründung und Leitung der Kunstwerkstatt am See in Lindau

Seit 2005 ausstellungsberechtigtes Mitglied im IBC Überlingen nördlicher Bodensee

2005 Stipendiatin beim Kolleg der Villa Vigoni (Loveno, Italien)

Zahlreiche Ausstellungen in Süddeutschland, Italien und der Schweiz

Illustrationen beim Ricordi-Verlag | München, ausserdem sind zwei Werkkataloge erschienen.

Aus der Schwäbischen Zeitung vom 7. Oktober 2006:

"Lisa Kölbl-Thiel zeigt füllige Frauen LANGENARGEN (ck)

Von der abstrakten Figur im Linolschnitt bis hin zur individuellen Frau im zarten Aquarell haben sich die Frauen der Künstlerin Lisa Kölbl-Thiel im Lauf einiger Jahre entwickelt. In der Buchkunstgalerie Jäger sind noch bis zum 28. Oktober mehrere Serien der fülligen Frauengestalten zu sehen.

Eine frühe Serie zeigt im Farblinolschnitt einen Mann und eine Frau, die sich zuerst gegenüberstehen, dann fast miteinander ringen, bis sie sich im letzten Bild in einer harmonischen Bewegung befinden. Das Motiv des Tanzes findet sich wieder im zweiten Teil der Bildergalerie.

Italienerinnen sind Vorbild

Die Arbeiten in Tusche und Aquarell entstanden unter dem Eindruck italienischer Frauen. Eine rot bekleidete Dame, lebensfroh, energiegeladen, kokett, sprengt in verschiedenen Varianten den vorgegebenen Rahmen. Der voluminöse Körper mit seinen Rundungen durchbricht mit verschiedenen Körperteilen das strenge, klassische Quadrat. Ein Bein, ein Haarschopf oder ein Ellbogen bringt Unruhe und sorgt für einen eigenwilligen Akzent. Dieser Drang zur Grenzüberschreitung ist dann im Bilder der "Dame auf der Sau" zugespitzt. Unbekümmert drängen beide fast aus dem Bild hervor; Tabus kennen sie nicht. Den farbintensiven Figuren mit den leicht tänzelnden Körpern folgen zarte Aquarell-Akte. Dies sind Bilder einer Frau, die ruhiger ist, keine Kinder mehr braucht und auch keinen Halt mehr. Das Stilmittel der schwarzen Flächen erzeugt Spannung, die sich langsam auflöst. In den Akten ist die schwarze Tusche dann verschwunden, und die Figuren stehen frei."