Ausstellung von Doris Weinbeer - "Übergänge..."
Aus dem Montfort Bote vom 11. April 2008 (ck)
Vor zahlreichen Besuchern in der Buch-Kunst-Galerie am Marktplatz hat die Künstlerin Doris Weinbeer aus Langenargen zur Eröffnung Ihrer Ausstellung die Anwendung von Klangschalen vorgeführt. Der meditative Beginn der Vernissage hat den Besuchern gleich einen Weg gewiesen, sich dem Werk anzunähern. Denn die sehr persönliche Ausstellung erschließt sich erst nach eingehender Betrachtung.
Die einführenden Worte von Ulrich Fentzloff zeigten, dass sich in der Ausstellung eine Person künstlerisch ausdrückt, die sich nicht von Schicksalsschlägen entmutigen lässt, nicht resigniert, sondern immer wieder einen Weg in eine andere Ebene, einen "Übergang", findet.
Die Ausstellungsstücke dokumentieren zwei sehr unterschiedliche Stile. Auf der einen Seite eine filigrane und sehr detailliert ausgeführte Porzellanmalerei mit Pflanzenmotiven eingebunden in einen kulturellen Hintergrund durch Kulturlandschaften oder textbasierte wissenschaftliche Beschreibungen. Keine natürlichen Komponenten sondern metallische Bänder, die sich über Fliesen schlingend winden, sind die destrukturierten Elemente.
Auf der anderen Seite die erst vor kurzem entstandenen Werke, die gestalterische Ideen eines ganzen Lebens einschließen. In Ihnen sinde mehrere Stile und Arbeitstechniken gesammelt, geschichtet, verwebt. Es sind Bilder bzw. Kollagen, die den Titel der Ausstellung "Übergänge" anschaulich machen. Unterschiedliche Flächenstrukturen, Zeitungsausschnitte, klassische Gedichte, vorhergehende Arbeiten der Porzellanmalerei und des Töpferns verarbeitet. Große Flächen sind prägend bei diesen Werken. Die Details verlieren an Wichtigkeit ohne zu verschwinden. Für Langenargener besonders interessant ist das klein gehaltene Schloss Montfort vor einem abstrakten Sonnenuntergang, im Vordergrund eine großdimensionierte schwarze Fläche. Was hier wohl im dunkeln liegt?
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