ANNE MERKELBACH ZEIGT COLLAGEN UND BILDER

SchwÄBISCHE ZEITUNG VOM 30. Juni 2008

LANGENARGEN - Zahlreiche Besucher hat Galeristin Inge Jäger und die freischaffende Künstlerin Anne Merkelbach am Samstag in der Buch-Kunst-Galerie am Marktplatz begrüsst. Anne Merkelbach inspiriert sich durch Gedichte und überträgt Ihre Empfindungen und Gefühle auf Collagen und Bildern.

Wenn Inge Jäger in Ihrer Buchkunstgalerie am Marktplatz zu einer Vernissage, Lesung oder Ausstellung einlädt, dann sind Niveau und Kreativität angesagt. Mit der in Ravensburg wohnhaften Künstlerin Anne Merkelbach konnte die kunstbegeisterte "Bücherratte" wieder zahlreiche Besucher begrüssen und sich des Lobes sicher sein.

Eröffnet wurde der Vormittag mit einer musikalischen Darbietung von Tara Merkelbach an der Harfe und Charlotte Harbei an der Querflöte.

Anne Merkelbach ist in der Kunstszene kein unbeschriebenes Blatt. So erhielt sie im Jahr 2005 den Kunstpreis "Europäisches Frauenforum" und wirkte unter anderem mit Ausstellungen in Frankfurt, Stuttgart, Tübingen, Ungarn, Winterberg oder auch im Paul-Lechler-Krankenhaus zu Tübingen.

Collagen aus Papier, erstellt mit Acrylfarbe, Wachs und Kreide - teilweise wunderschön veredelt mit Blattgold zu den Themenbereichen Verheißung, Licht, Trauer, Schmerz und Freude - zieren nun für einige Zeit die Räume der Buch-Kunst-Galerie. Anne Merkelbach lässt sich bei der Geburt ihrer "Babys" von Worten Gedichten inspirieren - "Momente des Glücks", "Garten Eden" so die Namen ihrer Werke.

"Ich lese beispielsweise Werke von Hilde Domin und Leopold Sédhar Senghor und spiegele meine Empfindungen in der Kunst wieder. Diese Worte geben mir Kraft, kreativ zu sein" so die charmante, in Ludwigshafen geborene Künstlerin. Eine besondere Arbeitstechnik liegt darin, dass Merkelbach ihre Collagen in viele kleine Stücke zerreisst, um sie dann wieder zusammenzusetzen und somit eine einzigartige, fremde und dennoch in sich harmonische und lebensbejahende Wirkung erzielt.

"Durch einen Gegenstand oder ein Wort wird der Künstler beflügelt, seinen Schaffensdrang in Bewegung zu setzen, die Gefühle une eigene Eindrücke bleiben Gefangene seines Werkes. Sie können dem Bild nicht entgehen obwohl es dem Betrachter Raum zur eigenen Interpretation lässt", schwärmt die Künstlerin in Anlehnung an ihren weltbekannten Kollegen Pablo Picasso.